Eine eigene Fotoausstellung organisieren

Nachdem man schon eine Weile wissbegierig alle möglichen Tipps & Tricks zur Fotografie und Fototechnik aufgesogen hat, erkennt man bald seinen Fortschritt. Mit der Kamera geht man regelmäßig auf Motivjagd, die Fotos werden immer zahlreicher. Fotoserien entstehen, die eine Geschichte erzählen. Perspektive, Kontrast und Belichtung der Bilder werden immer besser. Eine ganz eigene Bildsprache wird erkennbar und spätestens jetzt wird es Zeit, die eigenen Kunstwerke mit der Außenwelt zu teilen. Der Traum vieler Fotografen ist eine eigene Ausstellung, besonders aber Hobby-Fotografen haben oft Angst davor, den Schritt in die Öffentlichkeit zu wagen. Im Folgenden wird verraten, dass es zum Zögern gar keinen Grund gibt und was es zu beachten gilt.

Fotoausstellung organisieren
Fotoausstellung

Aller Anfang ist schwer

Schnell geht man davon aus, dass eine eigene Fotoausstellung mit zu großem Aufwand und zu hohen Kosten verbunden ist. Und die größte Angst: „Was ist, wenn es keinem gefällt?“ Selbstzweifel gehören dazu, aber man sollte sich nicht von ihnen abhalten lassen. Sinn der Fotos ist es nicht, auf der Festplatte oder in der Schachtel ihr Dasein zu fristen. Dass die eigene Fotoserie jeden entzückt, ist auch nicht wichtig, aber in Erinnerung sollten die Fotos dem Besucher bleiben. Im besten Falle nimmt der Betrachter die Eindrücke mit nach Hause. Egal ist auch, wenn die Fotografie leichte technische Mängel aufweist. Übung macht den Meister.

Eine Foto-Auswahl treffen

Alles beginnt mit der Auswahl der Bilder. Wichtig ist es darauf zu achten, dass eine klare Linie erkennbar ist. So wirkt eine Ausstellung gleich viel durchdachter und professioneller. Jetzt heißt es eine Mustermappe zusammenzustellen und den Fotos und der Ausstellung einen Namen zu geben. Je nach Größe der Ausstellung sollte man um die 20 bis 40 Bilder haben.

Einen Veranstaltungsort finden

Bei der Suche nach dem geeigneten Veranstaltungsraum zur Präsentation der eigenen Fotostrecke sollten Kriterien wie Größe, Kosten, Zielgruppe und Anbindung nicht außer Acht gelassen werden. Die Galerie ist für Fotografen sicherlich die erste Wahl, hier hat man Publikum, das auch kaufbereit ist. Aber der große Nachteil ist der hohe Preis und die Gewinnbeteiligung, die Galerien verlangen. Für Hobby-Fotografen ist das oft zu viel. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten wie Gemeinderäume, Cafés, Arztpraxen und Geschäfte. Die Fotos können dort für einen gewissen Zeitraum als kostenlose Deko-Elemente aushängen. So entsteht eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

Die Fotos in Szene setzen

Ein gutes Foto vermittelt Emotionen und Stimmungen, die zur Geltung kommen müssen. Hat man erst einmal einen geeigneten Ausstellungsort gefunden, sollte man sich Gedanken über die visuelle Aufbereitung machen und überlegen, in welchem Format man die Bilder entwickeln möchte. Ist der Raum besonders groß, empfiehlt es sich die Fotos auf eine Fotoleinwand zu drucken. Jetzt sollte man noch abklären, ob man Wandhalterungen anbringen darf oder ob schon welche vorhanden sind. Je mehr Spielraum man hat, umso individueller kann man die Fotoausstellung gestalten.

Die Werbetrommel rühren

Für eine gut besuchte Ausstellung ist etwas Marketing unverzichtbar. Jetzt heißt es Flyer und Plakate drucken, Facebook, Instagram und Co. nutzen und interessierte Freunde und Familie einladen. Auch der regionalen Presse kann man Bescheid geben. Wenn keiner was weiß, kann auch keiner kommen. Dann beginnt man die eigene Ausstellung mit einem großen Fest, der Vernissage. Auch hier sollte alles durchdacht sein. Essen & Trinken, eine schöne Deko und etwas Musik sorgt für eine schöne Atmosphäre. Fotografie und Kunst ist dazu da um gesehen zu werden, also teilt sie mit der Welt. Gleichzeitig ist die Ausstellung ein guter Weg Kontakte zu anderen Fotografen zu finden, Feedback einzuholen und sich so ein kleines Netzwerk aufzubauen.

Zum Google+ Profil von Paul Puschel
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